Das Handschuhproblem
Am Wochenende hatte einer meiner Amigos aus dem Studio Geburtstag und uns alle eingeladen in das Haus von Freunden, in welchem am Samstagabend die Fete steigen sollte. Ist clever, oder? Man lädt mal eben 35 Leute ein und feiert dann nicht in den eigenen vier Wänden sondern bei Freunden… das muss ich mir merken.
Nun ja, erstes zu lösendes Problem: Was schenken??? Wir konnten uns irgendwann auf neue Trainingshandschuhe einigen. Hugo erklärte sich bereit, diese zu besorgen, schließlich kennt er als Rogers Trainer die Größe am besten. Das war vor einer Woche…
Samstagabend um kurz vor 19:00 (20:00 waren wir mit dem Geburtstagskind verabredet) klingelt mein Handy… Hugo: „Bin unterwegs zu dir“ das ist schön, ausnahmsweise mal pünktlich losgefahren… „Bist schon fertig?“ … natürlich… „ähm… es gab keine Handschuhe in seiner Größe“ … Wie jetzt, dir fällt eine Stunde vorher ein, dass wir immer noch kein Geschenk haben? Super… also schwing deinen Knackarsch hierher, dann laufen wir noch schnell bei Marti vorbei, die haben immer so was Banales wie Handschuhe…
Um zehn vor acht stürmen wir schließlich in strömendem Regen in Richtung Marti… Füße klatschnass… Frisur? Was ist das?... Aber wenigstens haben wir das Gesuchte gefunden… Dass der Herr wieder komplett bezahlt hat, versteht sich von selbst *kopfschüttel*… Gut, aber wie kriegen wir das jetzt auf die Schnelle eingepackt? Kein Geschenkestand in Sichtweite…Sanbourns…das ist die Lösung…meint Antje und will dort einfach ganz frech fragen, ob die gegen einen Aufpreis auch Sachen aus anderen Läden einpacken…“Nein, das können wir doch nicht machen“… wieso nicht??? Ich bin Ausländer… ich darf dumm fragen… nun gut, denn nicht… Zum Glück gibt es in genanntem Geschäft auch eine Papelería, sodass wir die Handschuhe wenigstens in eine Geschenktüte mit Glückwunschkarte stopfen können.
Kolonne fahren für Fortgeschrittene
Nach deutschem Empfinden viel zu spät finden wir uns am vereinbarten Treffpunkt ein, von dem aus sich die Kolonne eigentlich um 20:00 Uhr hätte in Bewegung setzen sollen. Um kurz nach 9 trudelten dann die letzten ein, wir wurden auf die 5 Autos verteilt und los ging’s. Nun fahre man aber mal nachts bei Platzregen im Verkehrschaos namens Mexiko City mit 5 Autos Kolonne… und nur 2 Leute kennen den Weg ;-) Wir mussten irgendwie alle 500 Meter mit Warnblink rechts ran, um wieder alle zusammen zu sammeln. Erschwerend kam hinzu, dass ja unterwegs noch Bier, Refrescos und Knabberkram organisiert werden mussten.
Die Party begann also bereits im Auto… zumindest in unserem... ;-)
Nach mehreren telefonischen Suchaktionen, unendlichen Serpentinen durch die Berge und einigen Verirrungen in kleinen Dörfern am Stadtrand kamen wir um 23:00 dann endlich an am Ende der Welt… Frische Luft, klarer Sternenhimmel und von der Musik mal abgesehen absolute Stille…
Den Weg konnte sich vor lauter Umdrehen und Schleichwegen kein Mensch merken, sodass ich mir die Rückfahrt bereits lebhaft vorstellen konnte.
Ein Palast, Modern Talking und provokante Formen
Das Haus… von außen noch relativ normal aussehend… entpuppte sich als Palast… Mensch Mensch, hier hat man Geld, sagen die Blicke aller, die das Haus zum ersten mal betreten. Und ich war nur im Erdgeschoss (komplett ohne Wände, na gut, das Gästebad hatte eine Milchglasabtrennung)… Hugo, der sich oben umgesehen hatte, schwärmt heute noch von dem Riesen-Jacuzzi im „Hauptbad“ und dem, was er von den Schlafzimmern sehen konnte. ;-)
Nun gut, unsere Autobesatzung – Nash, Marco (verwirrender Weise Flaquito genannt), Hugo und ich – machte sich über die Bar her…besser gesagt über deren Inhalt… Während ich mich dank der Antibiotika an Cola festhielt, fingen die 3 wieder an, ihr Bier mit Limone und Salz zu verfeinern… einfach nur Bäh!
Der in der Küche aufgetriebene Salzstreuer in sehr provokanter Form sorgte für allgemeine Erheiterung (siehe Foto)… die beiden Jungs brachten es nicht fertig, ihn zu benutzen… nein, sie schraubten ihn auf, und füllten sich ihr Salz auf einen Teller um, den sie später zur Freude der beiden umhertobenden Vierbeiner auch noch fallen ließen.
Zunächst hielt sich die Stimmung in Grenzen… alles stand quatschender Weise rum… Mag an der Vorliebe der Gastgeber für Modern Talking gelegen haben. ;-)
Gegen halb 3 kamen wir dann auf die rettende Idee Hugos IPod mit dem ganzen Salsakram an die Anlage anzuschließen und schon füllte sich alles, was als Tanzfläche nutzbar war mit mehr oder weniger elegant tanzenden Pärchen… Sorry, aber wenn 2 Muskelprotze miteinander tanzen, dann sieht das komisch aus… ;-)
Wurde dann noch eine lustige Nacht und selbst die Heimfahrt war unkomplizierter als befürchtet… kann aber auch daran gelegen haben, dass ich auf dem Rücksitz gepennt hab…
Am Wochenende hatte einer meiner Amigos aus dem Studio Geburtstag und uns alle eingeladen in das Haus von Freunden, in welchem am Samstagabend die Fete steigen sollte. Ist clever, oder? Man lädt mal eben 35 Leute ein und feiert dann nicht in den eigenen vier Wänden sondern bei Freunden… das muss ich mir merken.
Nun ja, erstes zu lösendes Problem: Was schenken??? Wir konnten uns irgendwann auf neue Trainingshandschuhe einigen. Hugo erklärte sich bereit, diese zu besorgen, schließlich kennt er als Rogers Trainer die Größe am besten. Das war vor einer Woche…
Samstagabend um kurz vor 19:00 (20:00 waren wir mit dem Geburtstagskind verabredet) klingelt mein Handy… Hugo: „Bin unterwegs zu dir“ das ist schön, ausnahmsweise mal pünktlich losgefahren… „Bist schon fertig?“ … natürlich… „ähm… es gab keine Handschuhe in seiner Größe“ … Wie jetzt, dir fällt eine Stunde vorher ein, dass wir immer noch kein Geschenk haben? Super… also schwing deinen Knackarsch hierher, dann laufen wir noch schnell bei Marti vorbei, die haben immer so was Banales wie Handschuhe…
Um zehn vor acht stürmen wir schließlich in strömendem Regen in Richtung Marti… Füße klatschnass… Frisur? Was ist das?... Aber wenigstens haben wir das Gesuchte gefunden… Dass der Herr wieder komplett bezahlt hat, versteht sich von selbst *kopfschüttel*… Gut, aber wie kriegen wir das jetzt auf die Schnelle eingepackt? Kein Geschenkestand in Sichtweite…Sanbourns…das ist die Lösung…meint Antje und will dort einfach ganz frech fragen, ob die gegen einen Aufpreis auch Sachen aus anderen Läden einpacken…“Nein, das können wir doch nicht machen“… wieso nicht??? Ich bin Ausländer… ich darf dumm fragen… nun gut, denn nicht… Zum Glück gibt es in genanntem Geschäft auch eine Papelería, sodass wir die Handschuhe wenigstens in eine Geschenktüte mit Glückwunschkarte stopfen können.
Kolonne fahren für Fortgeschrittene
Nach deutschem Empfinden viel zu spät finden wir uns am vereinbarten Treffpunkt ein, von dem aus sich die Kolonne eigentlich um 20:00 Uhr hätte in Bewegung setzen sollen. Um kurz nach 9 trudelten dann die letzten ein, wir wurden auf die 5 Autos verteilt und los ging’s. Nun fahre man aber mal nachts bei Platzregen im Verkehrschaos namens Mexiko City mit 5 Autos Kolonne… und nur 2 Leute kennen den Weg ;-) Wir mussten irgendwie alle 500 Meter mit Warnblink rechts ran, um wieder alle zusammen zu sammeln. Erschwerend kam hinzu, dass ja unterwegs noch Bier, Refrescos und Knabberkram organisiert werden mussten.
Die Party begann also bereits im Auto… zumindest in unserem... ;-)
Nach mehreren telefonischen Suchaktionen, unendlichen Serpentinen durch die Berge und einigen Verirrungen in kleinen Dörfern am Stadtrand kamen wir um 23:00 dann endlich an am Ende der Welt… Frische Luft, klarer Sternenhimmel und von der Musik mal abgesehen absolute Stille…
Den Weg konnte sich vor lauter Umdrehen und Schleichwegen kein Mensch merken, sodass ich mir die Rückfahrt bereits lebhaft vorstellen konnte.
Ein Palast, Modern Talking und provokante Formen
Das Haus… von außen noch relativ normal aussehend… entpuppte sich als Palast… Mensch Mensch, hier hat man Geld, sagen die Blicke aller, die das Haus zum ersten mal betreten. Und ich war nur im Erdgeschoss (komplett ohne Wände, na gut, das Gästebad hatte eine Milchglasabtrennung)… Hugo, der sich oben umgesehen hatte, schwärmt heute noch von dem Riesen-Jacuzzi im „Hauptbad“ und dem, was er von den Schlafzimmern sehen konnte. ;-)
Nun gut, unsere Autobesatzung – Nash, Marco (verwirrender Weise Flaquito genannt), Hugo und ich – machte sich über die Bar her…besser gesagt über deren Inhalt… Während ich mich dank der Antibiotika an Cola festhielt, fingen die 3 wieder an, ihr Bier mit Limone und Salz zu verfeinern… einfach nur Bäh!
Der in der Küche aufgetriebene Salzstreuer in sehr provokanter Form sorgte für allgemeine Erheiterung (siehe Foto)… die beiden Jungs brachten es nicht fertig, ihn zu benutzen… nein, sie schraubten ihn auf, und füllten sich ihr Salz auf einen Teller um, den sie später zur Freude der beiden umhertobenden Vierbeiner auch noch fallen ließen.
Zunächst hielt sich die Stimmung in Grenzen… alles stand quatschender Weise rum… Mag an der Vorliebe der Gastgeber für Modern Talking gelegen haben. ;-)
Gegen halb 3 kamen wir dann auf die rettende Idee Hugos IPod mit dem ganzen Salsakram an die Anlage anzuschließen und schon füllte sich alles, was als Tanzfläche nutzbar war mit mehr oder weniger elegant tanzenden Pärchen… Sorry, aber wenn 2 Muskelprotze miteinander tanzen, dann sieht das komisch aus… ;-)
Wurde dann noch eine lustige Nacht und selbst die Heimfahrt war unkomplizierter als befürchtet… kann aber auch daran gelegen haben, dass ich auf dem Rücksitz gepennt hab…
