Mein Informationsjahr in México 2008

2008-03-01 Sprachkurs mal anders

Heute früh bin ich (typisch fürs Wochenende) wieder extrem früh aufgestanden, schließlich musste ich um 08:00 bereits am Eingang des Palacio de Bellas Artes sein, wo unsere Sprachtour beginnen sollte. Mein typisch deutscher Pünktlichkeitsdrang sorgte dann auch noch dafür, dass ich für die 20 Minuten Fahrt mit der Metro 45 einplante und somit bereits um halb 8 am Treffpunkt war, wo ich nun frierend (Die Sonne hatte es noch nicht geschafft, über die Hochhäuser zu klettern.) rumstand. Gegen dreiviertel kam dann auch ein ziemlich verkaterter Peter über den Platz geschlurft. Er hatte gestern nicht wie ich um halb 12 Feierabend gemacht ;-). Um kurz nach 8 kam dann auch Karina und wir machten uns auf zu unserer ersten Lektion für heute „Frühstücken im Sheraton Hotel“… stolze 220 Peso pro Person… Nobelhotel halt, aber dementsprechend lecker war es auch. Zuerst machte unsere Schulklasse eine Runde ums Buffet, und lernte fleißig die Namen und Zubereitung der ganzen Köstlichkeiten und Nicht-ganz-so-Köstlichkeiten. Dann begannen wir typisch mexikanisch mit dem Früchtebuffet (welches in meiner normalen Reihenfolge ganz hinten steht, weil Ananas und Melone auch in einen bereits voll gefutterten Bauch immer reinpassen). Danach futterten wir uns einmal quer durch das warme Buffet (für mich um 08:00 morgens eine echte Überwindung). Für mein geliebtes Nutellabrötchen hatte ich zum Schluss natürlich keinen Platz mehr in meinem Bauch, obwohl ich aus jedem Topf immer nur ganz wenig auf meinen Teller gehäuft hatte. Schade!
Voll gefuttert ging es dann Konversation betreibend weiter durch den Park Almadea, den Palacio de Bellas Artes, die Hauptpost samt Museum, das Haus mit den Kacheln und schließlich hoch auf den Torre Latino… Schade, dass ich genau diese Tour bereits gemacht hatte. Es gab also nicht allzu viel Neues für mich.
Trotzdem ist diese Form des Spanischunterrichtes um einiges angenehmer als das sture Pauken im Büro.
Am Nachmittag machte ich mich dann allein (Karina hatte Deutschunterricht in der Schule und Peter wollte den Nachmittag lieber schlafend verbringen) auf in Richtung Templo Mayor direkt am Zócalo, um den Punkt „Kultur“ auf der Wochenliste abhaken zu können. Ich spazierte also in der heißen Mittagssonne durch die Ruinen des Tempels und schließlich durch das dazugehörige Museum, welches um einiges größer ist, als gedacht. Mittlerweile waren sie jedoch wieder da, die Kopfschmerzen. Mein Rundgang beschränkte sich deshalb ausschließlich auf das Anschauen der Ausstellungsstücke. Ich glaube, weitere Museumsbesuche werde ich verschieben, bis mein Spanisch so weit fließend ist, dass das Lesen der vielen Erläuterungen nicht in Arbeit ausartet.

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