Mein Informationsjahr in México 2008

Urlaub Yúcatan: Montag, 28.04.2008

Antje und Jens im Lästerparadies
Heute morgen war das Restaurant geschlossen… zu wenig Gäste… und wir durften soviel wir wollten bzw. konnten á la carte an der Poolbar frühstücken, wobei wir mehr als aufmerksam von den zahlreichen, fast arbeitslosen Kellnern umsorgt wurden. Noch mehr als diese Überbesetzung verwunderten uns jedoch die vielen Verkaufsstände mit Krimskrams, welche rund um den Pool fleißig aufgebaut wurden. Heute ist Montag, das Wochenende ist gerade vorbei, wir haben Nebensaison und die Gäste des Hotels kann man an 5 Fingern abzählen… Wofür also der Aufriss???
Diese Frage wurde eine halbe Stunde später dann deutlich beantwortet, als 2 oder 3 Reisebusse vor dem Hotel hielten und ich schätze mal so um die 50 Amis über das Gelände in Richtung Strand strömten, natürlich nicht, ohne vorher an der Poolbar und am Snackbuffet einen Zwischenstopp einzulegen. Genau genommen konnte man 2 Typgruppierungen vornehmen…
Typ Nr. 1 … Der Liege-mit-Handtuch-Reservierungstyp: sprintet ohne links und rechts zu gucken übers Gelände, die Augen auf nur ein Ziel gerichtet… die ordentlich in einer Reihe direkt am Meer aufgestellten Strandliegen, um vor allen anderen sein Revier durch Ausbreiten des Handtuchs zu markieren.
Typ Nr. 2 … Der körperlich meist etwas unförmigere All-Inclusive-Ami, der im Falle eines Wettlaufs zur Liege sowieso keine Chance hätte, und deshalb einen Boxenstopp an der Poolbar einlegt, um bewaffnet mit 2 Cocktails in der einen und einem Teller Pommes in der anderen Hand eine der Liegen am Pool zu besetzen… Diese haben schließlich auch einen bedeutenden Vorteil… wenn der Teller leer ist, ist der Weg zum Buffet nicht so weit…
Jens hatte noch eine weitere Typgruppierung auf Lager, aber die möchte ich hier nicht näher erläutern
Wir jedenfalls verbrachten noch ein Stündchen am Strand liegend (Die Liegen im Schatten wurden von den neuen Gästen verschmäht und waren somit noch frei, als wir unser Frühstück beendet hatten.), bevor wir uns gegen Mittag (nach deutschem Empfinden… also so gegen 12) in unserem Vehikel aufmachten in Richtung Uxmal.

Kultur, die erste…
Da wir unser Ziel wesentlich früher als geplant erreichten und auch ein Hotel schnell gefunden war, zogen wir die für morgen geplante Besichtigung der Maya-Pyramiden vor.
Tja, und wenn Antje zusammen mit einem Kulturbanausen unterwegs ist, dauert so eine Besichtigung „von alten Steinen“ auch nur halb so lang, wie vom Reiseführer geschätzt. Wir verzichteten nämlich (wie auch an den noch folgenden Kulturhighlights) auf einen lokalen Guide, der einem zu jedem Stein eine Geschichte erzählt, und gaben uns mit dem zufrieden, was mein Reise-Know-How zu erzählen hatte. Dieser widmet jeder der berühmten Mayastätten allerdings auch mehr als 5 Seiten… ist also mehr als ausreichend ;-)
Abendessen gab es später direkt neben den Ruinen und danach besuchten wir noch die übertrieben theatralische Licht- und Tonshow, in welcher über das Leben der Mayas berichtet wird. Eigentlich geht es hauptsächlich um den Regengott… Jens weiß bestimmt noch, wie der heißt… zumindest durfte ich mir die entsprechenden Szenen auf dem Heimweg noch mehrfach in schlechter Kopie anhören ;-)