Mein Informationsjahr in México 2008

29.07.2008 Ein halber Tag in Monterrey

Heute war es endlich soweit, ich konnte sturmfrei nach Monterrey fliegen, um in Santa Catarina die seit langem geplante LoA-Schulung zu halten.
Der Flug frühmorgens war super… klarer Himmel und freie Sicht… wir sind ziemlich lange in einem „Tal“ zwischen zwei Bergketten geflogen und wenn man aus dem Fenster schaute, sah es aus, als befände sich unser Flugzeug auf gleicher Höhe mit den schroffen Berggipfeln... direkt unter uns eine dicke Nebelschicht…. einfach gigantisch… für eine tolle Aussicht kann ich mich halt immer wieder begeistern ;-)
Der Landeanflug auf Monterrey war dann auch dementsprechend klasse. Wir mussten in den dicken Nebel eintauchen und man hat nix, aber auch gar nix mehr gesehen… Fahrwerk ausgefahren… und man sah immer noch nix… erst ganz kurz, bevor wir auf der Landebahn aufsetzten, konnte man schemenhaft eine Stadt erkennen.

Heiß und Kalt
Monterrey begrüßte mich nun mit der schon beschriebenen Dunstglocke und einer schwülwarmen, unerträglichen Hitze… und das morgens um halb 9… Mittags war dann der Nebel verschwunden und die Sonne knallte vom nur leicht diesigen blauen Himmel… gefühlte Temperatur so zwischen 45 und 50 Grad.
Das andere Extrem erwartete mich dann bei jedem Betreten eines Gebäudes oder Autos…
Flugzeug: frieren – Tür auf: schwitzen – Flughafen: frieren – Weg zum Auto: schwitzen – Auto: frieren – Weg vom Parkplatz ins Büro: schwitzen – Büro: frieren – Weg zur Kantine: schwitzen – Kantine: frieren – Weg ins Büro: schwitzen – Büro: frieren – Weg zum Auto: schwitzen – Auto: frieren – Weg Parkplatz zum Flughafen: schwitzen – Flughafen und Flug: frieren und im Zug der Klimaanlage sitzen – Mexico City: der bekannte nasskalte Platzregen…
Ja, das hat mich schlussendlich ausgeknockt… so fertig war ich lange nicht mehr…
Von Monterrey hab ich nichts gesehen… keine Zeit, schließlich war ich ja dienstlich dort. Ich glaube jedoch, leben könnt ich unter diesen Wüstenbedingungen nicht…

Zahnputztreff
Ich war mit 7 der dort arbeitenden Mädels Mittag essen… soweit so gut… aber nach dem Essen, verschwand jede kurz in ihrem Büro und 2 Minuten später standen sie alle in einer Reihe im Bad vorm Spiegel mit der Zahnbürste im und Schaum vorm Mund. Das war ein Bild… ich musste mir das Lachen arg verkneifen… Die sind schon komisch, die Mexis…

Ansonsten verlief der Tag ganz erfolgreich… gut die Zahl der Anwesenden hätte größer sein können, aber ich glaube, meine Präsentation war gut und ich konnte verständlich machen, wo der Hase in Zukunft lang läuft.
Um 15:00 waren wir bereits fertig und ein Kollege nahm mich mit zum Flughafen, buchte mir mit seiner VIP Card meinen Flug um, damit ich nicht noch 2 Stunden am Flughafen sitzen muss und zum ersten Mal (nicht lachen) durfte ich in der VIP-Lounge auf das Boarding warten, gut versorgt mit Süßkram und allen denkbaren Getränken… So lässt sich der Reisestress schon aushalten… leider hatten wir nur 5 Minuten… keine Zeit um alle Törtchen auszuprobieren, geschweige denn auszutrinken… naja… was solls…