Um halb sechs klingelte heute der Wecker, damit ich pünktlich um halb sieben bei Iris aufschlagen konnte. Zusammen mit ihr und Andrea wollten wir heute in Richtung Toluca fahren, um in Zitácuaro das „Santuario de la Mariposa Monarca“, ein Gebiet mit Millionen von Schmetterlingen, die sich aus Kanada und den USA kommend hier jedes Jahr von Dezember bis April versammeln, zu besuchen. Iris hat ein mexikanisches Auto (naja eigentlich ein deutsches Markenfabrikat, wie auf den Fotos unschwer zu erkennen ist), welches aber schon ein bisschen in die Jahre gekommen ist und dementsprechend auf die nächtliche klirrende Kälte mit Streik reagiert. Nach mehreren Versuchen gelang es aber, den Motor zu starten und am Laufen zu halten, sodass wir uns über den Paseo de la Reforma aus der Stadt hinaus bewegen konnten. Es wurde noch einmal vollgetankt, die Mautstation passiert und schon hatten wir die Stadtgrenze hinter uns und waren auf der Autobahn in Richtung Toluca unterwegs. Allerdings kamen wir nicht sehr weit. Der Motor fing an zu husten und ca. 500 Meter hinter der Zollstation blieben wir dann schön mittig auf der Spur stehen. Da mehrere Startversuche erfolglos blieben und der Nachfolgeverkehr nur hupend und im letzten Moment ausweichend an uns vorbei fuhr, mussten Andrea und ich dann aussteigen und das Vehikel anschieben (an dieser Stelle hat die Autobahn 5 Spuren in jede Richtung, jeweils einmal 3 und einmal 2), damit wir wenigstens ein wenig weiter rechts am Rand rumstehen. Da es hier keinen Standstreifen gibt, sind wir über die „Leitplanke“ auf die Gegenfahrbahn geklettert, an deren Seite es so eine Art Vorsprung gab, auf dem wir uns nun so einigermaßen sicher fühlten. Und hier standen wir nun Haribos und Oreos futternd etwas mehr als eine Stunde lang… Welcher Abschleppdienst arbeitet schon gern Sonntags früh um halb acht? Irgendwann kamen dann die Jungs von der Autobahnsicherheit vorbei und kurze Zeit später dann auch endlich der Abschleppwagen, in dessen Führerhaus wir dann total durchgefroren übereinander gestapelt zurück kutschiert wurden. So endete unser Tagesausflug bereits morgens um halb zehn wieder an seinem Ausgangspunkt. Zum Aufwärmen sind wir nun erst einmal gemütlich frühstücken gegangen und haben uns ein neues Besuchsziel überlegt, bevor wir mit dem Metrobus in Richtung San Angel gefahren sind. Dort sind wir nur ein wenig umherspaziert. Da es mir aber nicht wirklich gut ging, konnte ich das Ganze jedoch nicht so genießen… selbst die nun wärmenden Sonnenstrahlen konnten daran nichts ändern und so war ich froh, als ich am frühen Nachmittag in mein Bett fallen und ein paar Stunden schlafen konnte.
Fotos gibts hier
2 Kommentare:
Hi Antje,
na, Du musst aber auch gleich das volle Programm mitmachen, oder? Man kanns aber auch uebertreiben ;)
Liebe Gruesse von der anderen Seite der Erdkugel!
Ramona
Mensch, Antje. Das ist ja mal nen Blog, wo es wirklich viel zu lesen gibt. Und denn auch noch so witzig! :-)
Mehr, mehr, mehr!!!
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